Zurück zur Normalität?



Ende Mai sind die letzten Corona-Maßnahmen im Arbeitsumfeld gefallen. Zurück zur Normalität? Heißt "zurück in die Normalität" dann auch zurück ins Büro? Zurück zu Meetings, essen in der Kantine, Geschäftsreisen...? Viele Arbeitnehmer*innen wünschen sich eine neue Normalität, eine Normalität, in der hybrides Arbeiten möglich ist aber auch eine reine Remote-Arbeit ermöglicht wird. Unsere Arbeitswelt und insbesondere unsere Arbeitsorte haben sich verändert. Eine Normalität, wie wir sie vor der Pandemie kannten, gibt es in meinen Augen nicht mehr. Der Wunsch nach Flexibilität, Ruhe, Selbstbestimmung, mehr Zeit für sich und Freiheit ist größer geworden.

  • Wie möchte ich arbeiten?

  • Wo möchte ich arbeiten?

  • Wann möchte ich morgens aufstehen?

  • Wann möchte ich Arzttermine, Handwerkertermin usw. planen?

  • Zu welcher Uhrzeit möchte ich einkaufen gehen?

  • Wann möchte ich Sport machen? Yoga am Morgen? Joggen in der Mittagspause?

  • Wie möchte ich mich in meiner Mittagspause ernähren?

All diese Fragen haben an Bedeutung gewonnen. Eine Zeitlang waren diese Punkte vorgeschrieben, jetzt können wir sie frei wählen, neu verhandeln, unseren Job kündigen, einen neuen Job beginnen... Mit diesen viele Möglichkeiten ist es wichtig, dass du Klarheit für dich schaffst. Klarheit bekommst du durch regelmäßiges reflektieren deiner Situation. Schreibe dir deine Antworten am besten auf. So wirken sie noch intensiver und du befasst dich damit. Frage dich z.B.:

  • Was tut mir gut?

  • Was brauche ich zum Arbeiten? (Gesellschaft, Ruhe, der Blick ins Grüne, die tägliche Autofahrt...)

  • Wie sieht mein idealer Arbeitsplatz aus? (Reicht der Küchentisch oder brauche ich ein richtiges Büro?)

  • In welchen Zeiten kann ich am besten arbeiten? (Wann stehe ich auf?, wie gestalte ich meinen Tag)

Wie wir wohnen und wie viel Platz wir für unsere Arbeit, in unserem Zuhause brauchen hat sich verändert. Wenn du überwiegend im Homeoffice arbeitest, sollte dein Arbeitsplatz auch so eingerichtet sein, dass du daran gut arbeiten kannst. Zum Beispiel sollte dein Stuhl bequem sein.


Überlege dir auch, wie du eine Grenze zwischen Arbeit und Freizeit ziehen kannst. Wenn dir die Fahrt nach Hause immer geholfen hat, um abzuschalten, kannst du zum Beispiel mit einem Spaziergang in den Homeoffice-Arbeitstag starten und ihn auch so beenden.


Die neue Normalität erfordert ein Umdenken - ein "neu denken" deiner Arbeit.


Behalte dabei immer im Fokus, dass es für dich gut sein soll. Es kann sein, dass es deinem Partner*in oder Kolleg*in ganz anders geht und sie andere Dinge brauchen, wie du.


Was für den einen gut ist, muss nicht heißen, dass es für den anderen genau so ist. Es ist eine komplexe Aufgabe, der sich nicht nur Arbeitnehmer*innen stellen müssen, sondern auch Arbeitgeber*innen. Denn durch die Flexibilität verändert sich auch die Führung. Nicht alle Mitarbeiter*innen zum selben Zeitpunkt zu erreichen, nicht alle regelmäßig zu sehen, erfordert neue Maßnahmen.


Das gewohnte Umfeld kommt ins wanken - verändert sich. Mit der Veränderung kommen Unsicherheiten, die kommuniziert und besprochen werden müssen. Ist eine neue Stabilität nötig? Wie können wir Stabilität trotz Umbruch erhalten oder neu schaffen?


In meinen Mentorings begleite ich Frauen durch diesen Prozess. Es erfordert eine Innenschau und ein sich neu organisieren.


New Works needs inner Work bekommt genau hier seine Bedeutung. Es reicht nicht aus, Prozesse im Außen zu verändern. Es braucht auch eine Änderung im Innen.


Alles Liebe,

Anja


Bild: wix.com

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