Seh es doch einfach positiv!

Wir alle kennen Sätze wie "Ist doch nicht so schlimm, denk einfach positiv" oder "Lächle einfach und denke an etwas Schönes" - ganz nach dem Motto "Good vibes only".

Doch was ist, wenn es uns einfach nicht gut geht und uns gerade nicht nach lachen ist?

Anja Müller - feminine & business

Toxische Positivität


Vielleicht hast du schon mal von toxischer Positivität gehört. Eine positive Einstellung zu haben, ist ohne Frage super. Doch es gibt auch Phasen in unserem Leben, in denen wir traurig sind und nicht alles positiv ist. Es gehört dazu, so ist das Leben.


Wenn du immer versuchst, dir einzureden, dass alles gut ist, unterdrückst du deine Gefühle. Das "Problem" an unseren Gefühlen ist nur, dass wir sie nicht unterdrücken können, sondern dass sie immer einen Weg finden, um sich auszudrücken.



Gefühle ausleben


Wenn du beispielweise traurig bist und diese Traurigkeit nicht rauslässt, wird sie sich anderweitig ausdrücken. Es kann sein, dass du krank wirst oder irgendwann dein "Glas" so voll ist, dass es droht überzulaufen. Die Folgen sind meist langwieriger und anstrengender, als wenn wir unsere Gefühle dann ausleben, wenn sie gerade aktuell sind.


Es ist ok, wenn du dir Hilfe suchst


Oftmals kann es helfen, wenn wir mit unseren Freund*innen oder unserer Familie über unsere Sorgen sprechen. Wenn wir es erstmal ausgesprochen haben, fühlen wir uns meistens schon leichter und können es loslassen.


Manchmal brauchen wir jedoch professionelle Hilfe von einem Psychologen oder einer Psychologin. Scheue dich nicht, dein Problem offen anzugehen. Es ist normal, dass du nicht immer weiter weißt. Dafür gibt es Profis, die dich unterstützen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn du dir Hilfe suchst. Es zeigt eher, dass du dir wichtig bist und gut für dich sorgst.


Es hilft manchmal auch, wenn du dir bewusst machst, dass du und dein Körper durch die Phasen von Traurigkeit, Wut oder Ähnliches wachst. Wir befinden uns in einem ständigen Entwicklungsprozess und es ist ganz normal, dass wir hin und wieder an unsere Grenzen stoßen.


Gut gemeinter Rat


Als außenstehende Person ist es nicht immer leicht, wenn unsere Mitmenschen gerade eine schwierige Phase durchmachen. Mache dir daher bewusst, dass DU keine Lösung finden musst.


Stehe deinem Freund oder Freundin einfach zur Seite und biete ihm/ihr deine Unterstützung an. Du kannst sie/ihn beispielsweise fragen, was er oder sie gerade braucht oder einfach nur zuhören und zeigen, dass es ok ist, wenn er oder sie sich dir gegenüber öffnet.


Negative Gefühle in der Arbeitswelt


Besonders in der Arbeitswelt sind negative Gefühle stark verpönt. Niemand möchte als schwach gelten oder überfordert wirken. Auch wenn der Grund für unsere negativen Gefühle nicht immer in unserem Arbeitsumfeld liegen muss, so ist es nicht gerne gesehen, wenn wir diese "schlechte" Stimmung mit zur Arbeit bringen.


Eine offene Führungskultur kann dazu beitragen, dass wir offen und ehrlich über unsere Gefühle sprechen können, ohne dafür abgewertet zu werden. Es muss normal werden, dass es gute und schlechte Phasen gibt und diese sowohl in der Arbeit, als auch zuhause sichtbar werden dürfen.


Wir leben in einer Welt, in der Arbeits- und Privatleben mehr und mehr verschwimmen, daher müssen wir auch in der Business-Welt die Möglichkeit haben, unsere Gefühle offen zu zeigen und uns auch mal verletzlich zu zeigen.


Was es dafür braucht? Wir müssen uns erlauben #Arbeit neu zu denken und Strukturen schaffen, in der es Raum für Offenheit und Verletzlichkeit gibt.


Alles Liebe,

Anja 💛



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Bild: eigenes Foto.





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