New Work und wie können wir es für uns nutzen?

Wenn man den Begriff "New Work" zum ersten Mal hört, übersetzt man ihn wahrscheinlich automatisch in "neue Arbeit". Nur was versteht man wiederum unter neuer Arbeit? Der Begriff ist in den letzten Jahren durch die Entwicklung der Arbeitswelt entstanden. Durch die Digitalisierung und Globalisierung sind Unternehmen gezwungen neue Wege der Kommunikation, Arbeitsformen und Strategien zu entwickeln, um den neuen Ansprüchen gerecht zu werden.


Mit einem dreiteiligen Beitrag möchte ich dir einen Überblick zum Thema New Work geben und berichten, was es meiner Meinung nach für die Arbeitswelt bedeutet.

Der heutige Artikel soll dir einen Überblick über das Thema geben und Missverständnisse ausräumen. Der erste Teil kommt nächste Woche online. Im ersten Teil wird es um die Veränderung für die Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens gehen. Im zweiten Teil geht es darum, was New Work für das Unternehmen bedeutet und im dritten Teil geht es um die Kunden.



Was wir denken was New Work ist und was es wirklich ist

In Bezug auf neue Arbeitsformen, Work-Life-Balance und Mitarbeiterzufriedenheit orientieren wir uns in den letzten Jahren überwiegend an großen Unternehmen der Digitalisierung, wie Google, Facebook und Apple.




Wenn man sich die Unternehmen anschaut, sticht sofort die Agilität der Büroräume ins Auge. Die Arbeitsplätze ähneln eher einer Wohnung oder eines Freizeitzentrums, statt einem Büro. Es gibt verschiedene Arbeitsplätze, für die sich die Mitarbeiter entscheiden können.

Keiner hat einen festen Platz, alle sitzen dort, wo sie sitzen möchten. Es gibt Sitzsäcke, Arbeitsinseln, eine Müslibar, Tischkicker, Hängematten und vieles mehr. Die einzelnen Arbeitsgebiete sind nach Themen gestaltet und dem Design, den Farben und Formen wurden keine Grenzen gesetzt. Bei all den verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten ist vor allem eins wichtig – Flexibilität und Individualität.


Die Mitarbeiten sollen so flexibel wie möglich arbeiten können und ihren eigenen Bedürfnissen folgen. Benötigen sie Entspannung lädt ein Sitzsack zum Powernap ein. Ist es ihnen gerade mehr nach Bewegung und Aktivität, dann kommt der Tischkicker gerade richtig. Es gibt Fitness-Studios, Kochmöglichkeiten, Parks, Fahrräder, Rutschen, Kletterwände und Cafes. Das Leben findet innerhalb des Betriebs statt und die Freizeit soll mit der Arbeit verschmelzen.


Teilweise vermittelt es den Eindruck, die Mitarbeiter seien nur zum Spaß hier und nicht für die Arbeit. Und doch ist auffällig, dass genau diese Unternehmen zu den erfolgreichsten Unternehmen unserer Zeit zählen.


Da auch deutsche Unternehmen diesen Erfolg für sich nutzen möchten, gestalten mehr und mehr Unternehmen ihre Arbeitsplätze und Büros in agile Büros um. Einzelbüros weichen den Großraumbüros, Müslibars werden eingeführt, Arbeitsplätze werden farblich gestaltet usw.

Doch nach einiger Zeit stellen sie fest, dass es leider nicht zum gewünschten Erfolg führt, die Büros umzugestalten.


Nachdem sie nach dem eigentlichen Grund ihres Misserfolgs forschen, stellen sie fest, dass die Mitarbeiter dadurch nicht an Zufriedenheit und Engagement gewonnen haben. Ein Druckschluss ist also, zu glauben, dass eine Umgestaltung des Büros ausreichen würde, um ein Unternehmen zu modernisieren und erfolgreicher zu machen.



Die Umgebung zu verändern, kann gerade einmal 1 Prozent verbessern.

99 Prozent können durch eine Veränderung und Anpassung des Arbeitsablaufs, der Organisationsstruktur und der Strategie des Unternehmens erreicht werden.


Fazit: New Work bedeutet nicht nur agile Arbeitsplätze einzurichten. Eine Gestaltung und Modernisierung der Büros kann helfen, ist aber nicht die Lösung. Um durch New Work eine positve Veränderung erzielen zu können, bedarf es mehr als Sitzsäcke und Müslibar.


Im nächsten Blogbeitrag berichte ich dir, was New Work für dich als Mitarbeitern bedeutet und welche Veränderungen sich dadurch ergeben.


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