Liegt es an mir oder meinem Chef?

Mehr als die Hälfte der jungen Arbeitnehmer in Deutschland sind mit ihrem Job unzufrieden, fühlen sich unterfordert und sind in ihrem Beruf sowohl materiell als auch immateriell unglücklich. Das hat eine statistische Umfrage im Jahr 2017 ergeben.


Stell dir vor du triffst dich mit deinen Freunden. Ihr redet über viele Themen und unter anderem auch über die Arbeit. Meistens geht es um Themen, die dir Sorgen bereiten, dich stressen und dich unzufrieden machen.


Deine Freunde stimmen dir zu und irgendwie tut es gut die „Schuld“ der Unzufriedenheit auf die Kollegen oder den Chef/in zu schieben. Jeder hat Verständnis und erhält die Aufmerksamkeit, die er gerade braucht. Doch um was geht es wirklich? Geht es darum, die Schuld auf jemand anderen zu schieben? Geht es darum Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu bekommen?


Der Ärger ist meist nur ein Ausdruck dessen, was uns wirklich fehlt und was wir eigentlich wollen, es aber nicht sagen. Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in unserem Job. Wir essen mit unseren Kollegen, wir sitzen in einem Büro mit vielen verschiedenen Menschen, wir haben Kundenkontakt und wir haben einen Chef, Abteilungsleiter oder Auftraggeber, von dem wir "abhängig" sind.


Wenn wir mit unserer Arbeit unzufrieden sind sollten wir uns zuerst fragen, warum wir wirklich unzufrieden sind. Es kann viele Gründe geben, nur welcher es genau ist, erfahren wir erst, wenn wir in uns hinein hören. Nicht selten ist es so, dass Menschen den Job wechseln und sich nach einiger Zeit wieder ärgern – über dieselben Themen oder andere.


Der Fehler liegt darin, dass sie glauben, mit dem Wechsel in einen anderen Job würden sie auch ihre Probleme, Stresssituationen und Sorgen kündigen, meistens ist es jedoch nicht so. Es gibt natürlich Fälle, in denen ein Arbeitsplatzwechsel sinnvoll sein kann und sich einige Dinge auch langfristig verbessern. Hierzu zählen aber eher äußere Umstände, wie die Zeitersparnis eines kürzen Arbeitswegs, eine andere Tätigkeit, bessere Arbeitszeiten, eine bessere Bezahlung und sogenannte Benefits wie z.B. Obst im Büro, kostenlose Getränke, Betriebssport usw.

Das alles sind „Probleme“ die ein Chef oder die Abteilungsleiterin durchaus lösen und verbessern kann.


Aber meist sind es nicht diese Dinge, die wir gerne ändern wollen sondern Dinge, die unsere innere Gefühlswelt betreffen. In den meisten Fällen geht es um Wertschätzung und Anerkennung.


Wenn ich als Arbeitnehmerin etwas gut mache, möchte ich hierfür gelobt und anerkannt werden. Ich möchte, dass Kollegen bemerken, wenn ich zu viel Arbeit auf meinem Tisch habe. Ich möchte, dass meine Vorschläge umgesetzt werden und ich möchte, dass meine Chefin mir die Aufgaben vollständig überträgt und und und...


Wenn du in dich hinein hörst wirst du sicherlich noch einige weitere Beispiele aus deinem Alltag finden. Das schwierige an diesen Dingen ist, dass die Kollegen oder der Chef hellseherische Fähigkeiten besitzen müssten, um zu erahnen, was dir gerade fehlt oder was du wirklich möchtest.





Deshalb habe ich für dich Vorschläge gesammelt, wie du deine Situation selbst in die Hand nehmen und dadurch verändern kannst.



Meine Vorschläge habe ich hier für dich zusammengefasst:

  • Denke darüber nach, was wirklich das Problem ist. Was wünschst du dir? Was hättest du gerne anders und warum? Was könnte deine Chefin tun, damit du dich besser fühlst? Was könnten deine Kollegen tun, um dir deine Arbeit zu erleichtern. Am besten schreibst du dir diese Fragen auf und beantwortest sie schriftlich. Du hast sie so viel besser vor Augen und kannst sie für das nächste Mitarbeitergespräch nutzen.

  • Sprich darüber. Wenn du nicht sagst, wenn dich etwas stört, kann es keiner ahnen. Wähle dafür einen freundlichen Ton und teile deinen Kollegen mit, wenn dich etwas stört oder bedrückt. Friss es nicht in dich hinein, denn angestaute Wut tut dir nicht gut.

  • Vereinbare ein Mitarbeitergespräch mit deinem Vorgesetzten. Überfalle sie nicht, sondern vereinbare einen Termin, auf den du und dein Chef/in sich vorbereiten können. Erläutere sachlich was dich stört und welche Lösungsvorschläge du für diese Situation hast. Dein Chef wird dir sicherlich gerne behilflich sein, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

  • Übernehme die Verantwortung für dich. Ob beim Gespräch mit deinem Chef/in oder mit deinen Kollegen, sprich von dir und schiebe die Schuld nicht den anderen zu. Nur du bist für die Zufriedenheit in deinem Job verantwortlich.

  • Sorge gut für dich. Wenn du merkst, dass eine Veränderung auch nach mehrmaligen Gesprächen mit dem Vorgesetzen oder Kollegen zu keiner Verbesserung führt, musst du etwas ändern. Du hast es in der Hand dich woanders zu bewerben und den Job zu wechseln. Weder dir, noch dem Betriebsklima tut es gut, wenn du deine Arbeit unzufrieden ausführst. Nach einiger Zeit ist manchmal einfach eine Veränderung notwendig, um wieder zufrieden zu sein.

  • Anerkennung und Wertschätzung. Viele Menschen denken, die Anerkennung und Wertschätzung kommt in erster Linie von außen. Dies ist jedoch ein Irrglaube, denn kein Chef/in, kein Kollege, kein Kunde und auch kein Partner kann dir die Anerkennung geben, die du selbst gerne hättest. Die Anerkennung und Wertschätzung muss von dir kommen. Du musst mit dir zufrieden sein, du musst dich mögen und dich so lieben und akzeptieren, wie du bist. Der Grundstein des Selbstwerts und der Selbstliebe wird in der Kindheit gelegt. In einigen Familien lernen die Kinder jedoch nicht, dass sie so wie sie sind, in Ordnung sind. Sie möchten den Eltern gefallen, den Lehrern gefallen, den Freunden gefallen und später dem Chef/in gefallen. Sie sind ständig dabei es anderen recht zu machen, um Anerkennung und Wertschätzung zu erhalten. Wenn du dich jedoch selbst wertschätzt, brauchst du die Anerkennung von außen nicht. Der Trick ist dabei auch, je mehr du dich wertschätzt, desto leichter erhältst du auch einen Wertschätzung von außen z.B. durch eine Beförderung, mehr Gehalt oder auch durch zuvorkommende Kollegen. Die Änderung der Situation besteht darin, dass du nicht mehr damit beschäftigt bist es anderen recht zu machen, sondern dir. Dadurch hast du mehr Energie, bist besser drauf und kannst somit bessere Leistung erbringen. Das bringt dann auch deinen Kollegen und deinem Arbeitgeber etwas. Win-Win für alle.

  • Ändere den Blickwinkel. Nicht immer klappt es, dass du alleine darauf kommst, was wirklich hinter deinem Ärger im Büro steckt. Manchmal benötigst du hierfür eine gute Freundin, deinen Partner oder eine neutrale Person z.B. einen Coach, die dir hilft einen neutralen Blick auf die Situation zu werfen. Mit meinen Klienten hinterfrage ich die Situation so lange, bis wir darauf kommen, was eigentlich dahinter steckt. Meist geht es recht schnell und wir wissen, was unser heutiges „Arbeitsthema“ ist. Der nächste Schritt ist dann, den Ursprung bzw. den Auslöser zu finden. Meist sind es Situationen aus der Kindheit, die uns prägten und jetzt im Erwachsenalter dazu führen, dass wir uns ärgern, zu wenig Selbstwert haben oder unglücklich in unserem Job sind. Das Gute ist, dass wir recht schnell eine Veränderung hervorrufen können, wenn wir uns in uns ändern, eine andere Sichtweise bekommen und Blockaden kinesiologisch lösen.


Plötzlich nehmen die Kollegen mehr Rücksicht, die Situation entspannt sich, der Chef/in macht ein gutes Angebot und wir werden vielleicht sogar in einem Meeting für unsere Arbeit gelobt. Und alles nur deshalb, weil wir uns dem eigentlichen Grund gestellt haben und die Verantwortung für uns übernommen haben.


Wenn du auch unzufrieden in deinem Job bist und du gerne Unterstützung bei der Lösung des Problems möchtest, dann buche gerne ein kostenloses telefonisches Kennenlerngespräch mit mir. Wir gehen die Lösung deines Problems gemeinsam an.



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