Equal Pay Day 2022

Noch immer gibt es einen Lohnunterschied in Höhe von 18 Prozent zwischen Frauen und Männern. Bildlich gesprochen bedeutet das, dass Frauen vom 01.01.2022 bis zum 07.03.2022 quasi unbezahlt arbeiten, während ihre männlichen Kollegen in dieser Zeit ein volles Gehalt beziehen. 66 Tage ohne Lohn! Was wir dafür tun können, um diese Lücke zu schließen und warum es so wichtig ist, darüber aufzuklären, habe ich dir in diesem Beitrag zusammengefasst.


Heute ist Equal Pay Day 2022 👛


Während Männer bereits seit dem 01.01.2022 bezahlt arbeiten, arbeiten Frauen bis zum 07.03.2022 quasi unbezahlt. Der Equal Pay Day symbolisiert die statistische Lohnlücke von aktuell 18 Prozent (unbereinigt - da alle Berufe berücksichtigt werden).*


Innerhalb gleicher Berufe liegt der Gender Pay Gap immer noch bei 6 Prozent.*



🏁 Das Ziel ist eine gleiche Bezahlung bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit.


Männer und Frauen müssen auf diesen Unterschied aufmerksam gemacht werden und gemeinsam muss daran gearbeitet werden, dass diese Lücke geschlossen wird.


Wie gelingt das am besten?


  • Austausch mit Kolleg*innen und Freund*innen

  • Über Geld sprechen, denn Geld ist kein Tabuthema!

  • In Unternehmen Transparenz bei den Gehältern schaffen

  • Digitalisierung nutzen

  • Diskriminierung durch Kommunikation einen Raum geben und Lösungsmöglichkeiten schaffen.

  • Gehälter regelmäßig (neu) verhandeln


Digitalisierung und die neue Arbeitswelt


Die neue Arbeitswelt bietet gute Voraussetzungen, damit die Lohnlücke geschlossen werden kann. Frauen können unter gleichen Voraussetzungen z.B. im Homeoffice arbeiten, Führungspositionen können geteilt werden (Job-Sharing) und Digitalisierung ermöglicht bessere Arbeitsbedingungen.


Unternehmen haben heute weitermehr Möglichkeit, Frauen den Arbeitsplatz attraktiv zu gestalten und Möglichkeiten zu bieten, die Familien bei der Vereinbarkeit unterstützen.


Ist Care-Arbeit Frauensache?


Seit der Pandemie sind Frauen wieder vermehrt für die Care-Arbeit zuständig und können in dieser Zeit keiner bezahlten Tätigkeit nachgehen. Männer sind in die Care-Arbeit im Schnitt weniger oft eingebunden. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, damit sie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Haushalt erledigen können. Oftmals liegt es auch daran, dass Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlen.


Möchte eine Familie ihr Kind in einer Krippe oder in einem Kindergarten in Betreuung geben, ist es nicht selten der Fall, dass sie das Kind bereits anmelden müssen, wenn dieses noch ungeboren ist, also bereits während der Schwangerschaft.


Für Frauen bedeutet das, dass sie nach der Elternzeit einen Mini- oder Teilzeitjob annehmen (müssen). Diese Tätigkeiten werden geringer bezahlt und meist entspricht die Tätigkeit auch nicht der Ausbildung und dem Wissen der Frau.


🚀 Es muss eine Lösung geben, wie auch unbezahlte Arbeit (Care-Arbeit) berücksichtigt werden kann.

Frauen haben im Schnitt weniger Rente als Männer


Um (weibliche) Altersarmut zu vermeiden, kann die private Altersvorsorge aus dem Familieneinkommen gezahlt werden. Dafür ist ein offener Dialog mit dem Partner*in sehr wichtig. Dadurch können Kindererziehungszeiten überbrückt werden, ohne, dass die Frau einen finanziellen Nachteil erfährt.


Du musst verhandeln und für dich einstehen!


In Gehaltsverhandlungen können Frauen aktiv handeln und ein angemessenes Gehalt verhandeln. Zur Vorbereitung kannst du Kollegin*innen befragen und im Internet recherchieren. Es gibt mittlerweile einige Portale, die die Durchschnittsgehälter, tätigkeitsbezogen veröffentlichen.


Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe


Ungleiche Bezahlung kann jedoch nicht von uns alleine gelöst werden, sondern es ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Unternehmen müssen Transparenz in den Entgeltleistungen schaffen, um den Beschäftigen einen Vergleich zu ermöglichen. Zudem ist die Politik gefordert dieses Thema weiter zu diskutieren und wenn nötig, auch Gesetze zu erlassen, die dabei helfen den Gender Pay Gap zu schließen, siehe z.B. Entgelttransparenzgesetz.


Zudem müssen Frauen gefördert werden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss weiterhin ausgebaut und unterstützt werden. Es muss normal werden, dass sich Führungspositionen geteilt werden und das Kinderbetreuungsmöglichkeiten weiter ausgebaut werden.


Fazit


Es ist noch ein weiter Weg bis die (Lohn-)Gleichheit erreicht ist, jedoch müssen wir auch die kleinen Erfolge sehen, die sich durch die Aufklärung in den letzten Jahren ergeben haben.


💭 Indem wir beginnen alte Systeme zu hinterfragen und uns erlauben, Arbeit neu zu denken, schaffen wir ein neues Bewusstsein für Themen, die jetzt wichtig sind.

Es gibt viele Männer, die durchaus bereit sind mit anzupacken und die sich ebenfalls eine gleiche Bezahlung wünschen. Wir müssen daher aktiv kommunizieren und unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Diskriminierung kann nur dann abgeschafft werden, wenn wir offen über die Probleme sprechen, aufklären und gemeinsam Lösungen entwickeln.



*Quelle: Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Bild: Canva.com



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