Teil 1: Chancen für dich, als Mitarbeiter

Im Blogpost von letzter Woche habe ich dir einen Überblick über New Work gegeben. Es ging hauptsächlich darum, wie die Digitalisierung und die neue Arbeitswelt unsere Büros verändert und was die Unternehmen tun, um den Mitarbeitern einen flexiblen Arbeitsplatz zu gestalten.


Im heutigen Blogpost geht es um die Auswirkungen von New Work auf die Mitarbeiter des Unternehmens. Ich möchte dir Ideen an die Hand geben, wie du die Veränderungen im Unternehmen für dich nutzen kannst und welche drei Möglichkeiten in (fast) allen Unternehmen möglich sind.


Durch die Digitalisierung und den technischen Fortschritt haben sich im Bezug auf die Arbeitszeit einige Modelle ergeben, die nach und nach in den Unternehmen umgesetzt werden.

Hierzu zählt beispielweise die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten, Jobsharing Modelle anzubieten oder auch zu den Zeiten zu arbeiten, an denen du persönlich am effektivsten und kreativesten bist.



Home-Office:

Gibt es bei dir im Unternehmen die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten?

Immer mehr Unternehmen ermöglichen den Mitarbeitern die Arbeit von zuhause. In den meisten Fällen sind es entweder feste Tage (meist Montag oder Freitag) oder es handelt sich um flexible Tage, die gewählt werden können, wenn du zum Beispiel einen Arzttermin hast.

Für Führungskräfte ist die Kontrolle ein wichtiger Punkt, weshalb sie sich nur schwer mit Home-Office Modellen anfreunden können. Sie sehen die Mitarbeiter nicht mehr und befürchten häufig, dass sie das Wäsche waschen oder auch Netflix dem Arbeiten vorziehen könnten. Für Mitarbeiter ist es daher nicht so leicht den Wunsch zu äußern und durchzusetzen.

Mein Tipp: Überlege dir eine Lösung, wie du deinem Chef/in trotz Home-Office eine Kontrollmöglichkeit bieten kannst. Z.B. könntest du Abgabefristen oder Kernarbeitszeiten vereinbaren, in denen du auch von Zuhause erreichbar sein musst bzw. eine Frist einhalten musst. Aber auch Zeiterfassungssyteme können genutzt werden, um eine „Überwachung“ zu erreichen.



Jobsharing:

Immer häufiger werden Stellen, die zuvor eine Vollzeitstelle waren in zwei Teilzeitstellen geteilt. Der Vorteil besteht darin, dass zwei Personen sich eine Aufgabe teilen und somit keine Zeit entsteht, an der niemand der Aufgabe nachgeht. Beliebt ist diese Modell insbesondere bei Eltern,

da sie so ihren Beruf weiterhin ausüben können und gleichzeitig mehr Zeit für ihre Kinder haben.


Mein Tipp: Du interessierst dich für ein Jobsharing Modell? Dann spreche deine Führungskraft an und erkläre ihr, wie du dir die Stelle teilen könntest. Wenn du eine Frau kennst, die sich für die gleiche Stelle interessiert, könnt ihr ein gemeinsames Konzept ausarbeiten, wie ihr euch die Stelle teilen könntet. Falls es dieses Modell bisher in eurem Unternehmen noch nicht gibt, könnt ihr vorschlagen es für 6 Monate zu testen. Nach der Testphase könnt ihr gemeinsam entscheiden, ob alle Parteien damit zufrieden sind.


Individuelle Arbeitszeiten:

Nicht in jeder Branche ist es möglich die Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Beispielsweise im Handel ist dies nur eingeschränkt durch eine gute Personalplanung möglich.

Wenn du aber beispielsweise in einem Büro arbeitest, gibt es schon mehr Möglichkeiten deine Arbeitszeit für dich zu gestalten. Bestimmt hast du schon mal, in Bezug auf Zeit, von Eulen und Lerchen gehört. Jeder Mensch tendiert entweder zur Eule oder zur Lerche.

Wenn du zu den Lerchen gehörst ist es einfach für dich früh auszustehen und bereits um 7 Uhr an deinem Schreibtisch zu sitzen. Bist du eine Eule ist deine Leistung gegen Abend besser, weshalb du vielleicht lieber um 10 Uhr zur Arbeit kommst. Je besser du auf deinen eigenen Biorhythmus eingehen kannst, desto besser ist deine Leistung und Konzentration.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass es durchaus sinnvoll sein kann, den Mitarbeitern individuelle Arbeitszeiten anzubieten.


Mein Tipp: Spreche auch hier mit der Personalabteilung oder deinem Chef, welche Möglichkeiten es für dich gibt. Vielleicht ist er/sie dankbar für deinen Vorschlag und testet ihn gerne mit dir.


Wie du feststellen konntest ist es wichtig, dass du die Initiative ergreifst etwas für dich zu verändern. Wenn du gerne Home-Office möchtest, dann frag danach. Möchtest du dir als Mutter gerne eine Stelle teilen, vereinbare eine Probezeit, in der du und dein Chef/in testen könnt ob es klappt und alle zufrieden sind. Trau dich und sprich die Dinge an.


Du kannst am meisten von New Work profitieren, wenn du die neuen Modelle und Möglichkeiten aktiv nutzt.

Ich weiß allerdings auch, dasss es gerade uns Frauen manchmal schwer fällt für uns einzustehen und Dinge für uns einzufordern. Männer tun sich da oft leichter und sorgen viel selbstverständlicher für sich. Mit meinen Klientinnen habe ich mit Hilfe des Business-Coachings schon gute Lösungen gefunden und sie haben sich getraut ihre Führungskraft anzusprechen. Interessant ist, dass die Wenigsten "nein" gesagt haben. ;-)


Zusammenfassend kommt es also drauf an, dass du

  1. genau weißt, was du willst

  2. dich traust, für dich zu sorgen

  3. einen guten Plan ausarbeitest, der Lösungsorientiert ist und für beide Parteien ein Vorteil bietet

  4. du deinen Chef /in ansprichst


Wenn du bei der Vorbereitung deines Gesprächs Untersützung brauchst oder dir der Mut fehlt, untersütze ich dich gerne.


Schreibe mir eine Mail oder rufe mich an, wir finden eine Strategie für dich, wie du New Work in deinem Arbeitsalltag für dich nutzen kannst.


Nächste Woche erscheint der zweite Teil der dreiteiligen Blogreihe und es geht um die Sicht des Unternehmens in Zeiten von New Work.


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