Bist du zufrieden mit deiner Arbeit?

Immer mehr Menschen sind unzufrieden mit ihrer Arbeit. Sie arbeiten von Wochenende zu Wochenende und von einem Urlaub zum Nächsten.

Was sind die Gründe und was kannst du tun, wenn es dir auch so geht? Ich gebe dir zwei Impulse die dir dabei helfen, deine Arbeit mehr nach deinen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.


Wenn der Urlaub bevorsteht freuen wir uns total. Endlich tun, was man möchte, endlich ausschlafen, lesen, Sport treiben... endlich Pause von den Kolleg:innen, Pause von der endlosen To-Do-Liste, den Meetings und dem Essen in der Kantine - endlich bequeme Kleidung tragen und ich selbst sein!





So oder so Ähnlich geht es vielen Arbeitnehmer:innen. Laut dem „Gallup Engagement Index“* haben 14 Prozent bereits innerlich gekündigt und 69 Prozent machen nur Dienst nach Vorschrift.


Als ich diese Zahlen Anfang April in einem Artikel** in der FAZ gelesen habe, war ich entsetzt. "Dienst nach Vorschrift" könnte bedeuten, dass uns die Arbeit nicht sonderlich gefällt und wir dort auch nicht gerne sind - und das meist über 40 Stunden in der Woche!!


Besonders die Pandemiezeit änderte unseren Blick auf die Arbeit enorm. Was zuvor kaum möglich war, wurde jetzt zum Alltag - Homeoffice. Für viele eine zeitliche Ersparnis, eine Möglichkeit in Ruhe zu arbeiten und mehr auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.


Familien mit Kindern hingegen wurden vor neue Herausforderungen gestellt und durch den Wegfall der Betreuungsmöglichkeiten, Kindergarten und Schule wurde die Arbeit von zu Hause oftmals zu einer enormen Stresssituation.


Was ich mit diesen Beispielen ausdrücken möchte ist, dass wir ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben und je nach Lebenssituation auch unterschiedliche Modelle, Arbeitszeiten und Möglichkeiten innerhalb der Arbeitswelt benötigen.


Fühlen wir uns an unserem Arbeitsplatz unwohl, macht uns die Arbeit keine Freude oder arbeiten wir nur, weil wir Geld verdienen müssen, schaden wir unserer Gesundheit auf Dauer sehr. Es ist nicht verwunderlich, dass Burnout und Erschöpfungszustände in den letzten Jahren mehr und mehr zugenommen haben. Auch, dass diese Erschöpfungszustände nicht nur bei hochrangigen Manager:innen zu finden sind, zeigt, in meinen Augen, einen klaren Zusammenhang zur Unzufriedenheit innerhalb der Arbeitswelt.



Was können wir tun, wenn wir mit unserer Arbeit unzufrieden sind?


Wie in den meisten Fällen hilft es, wenn wir uns klar machen, was uns wichtig ist, wo unsere Stärken liegen und was uns gut tut. Ganz nach dem Motto "Love what you do".


Impuls: Du kannst dir hierzu folgende Fragen stellen:

  • Was kann ich gut?

  • Was mache ich gerne / was macht mir Spaß?

  • Womit kann ich mein Geld verdienen?

  • In welcher Arbeitsumgebung fühle ich mich wohl?

  • Wo und wie kann ich mit meiner Arbeit eine Veränderung bewirken?




Der erste Schritt ist, dass wir uns erlauben, unsere ideale Arbeitswelt, Aufgabe und Arbeitsumgebung zu "erschaffen".


Oftmals sind wir so in unserer "Box" / Umgebung gefangen, dass wir nur an gewohnte Arbeitsumfelder denken und gar nicht alle Möglichkeiten betrachten, die es gibt. Dabei gibt es so viele unterschiedliche Tätigkeiten, Arbeitsorte, Arbeitsmodelle und Arbeitszeitmodelle.


Nutze deine Stärken


Nutze deine Stärken gezielt, um herauszufinden, in welchem Bereich du arbeiten möchtest.


In der Schule lernen wir leider eher auf unsere Schwächen zu achten und diese nach Möglichkeit zu eliminieren. Richte deinen Fokus daher ganz bewusst auf das, was du gut kannst und was dich auszeichnet.


Wenn es dir schwerfällt kannst du Freund:innen, Kolleg:innen und Familie fragen, was sie an dir besonders schätzen, was du gut kannst und was dich auszeichnet.


Wir müssen uns immer wieder im Klaren sein, dass sich unsere Arbeitswelt im Wandel befindet und Tätigkeiten, die ohne besonderen Einsatz oder ein besonderes Verständnis erfolgen, in den nächsten Jahren mehr und mehr durch künstliche Intelligenz ersetzt werden. Um so wichtiger ist es, seine eigenen Stärken zu kennen und die eigene Einzigartigkeit auch im Job zu leben.


Erholung und Pause


Um eine Überarbeitung und Erschöpfung zu vermeiden ist es wichtig, dass du dir regelmäßige Auszeiten nimmst. Du bist selbst dafür verantwortlich deinen Akku regelmäßig aufzuladen.


Impuls: Feste Zeiten einplanen

Trage dir beispielweise feste Me-Time Zeiten in deinen Kalender ein. Ein weiterer Tipp ist, dass du auch in deinem geschäftlichen Kalender die Zeiten blockst, in denen du zum Sport gehen möchtest. So wissen deine Kolleg:innen, dass du in diesen Zeiten nicht verfügbar bist und dir selbst fällt es leichter, die Auszeiten auch wirklich einzuhalten.


Wenn du dieses Thema vertiefen möchtest, kann ich dir das Hörbuch*** "Den eigenen Akku aufladen: Schnell zu neuer Energie und Lebenskraft" von Gabriele Stöger und Mona Vogl empfehlen. Ich habe daraus sehr viele hilfreiche Tipps für mich mitnehmen können.


Siehe auch meinen Blogartikel "5 Impulse für mehr Glück und Zufriedenheit im Job und im Leben."


Alles Liebe,

Anja 💛


Quellen:

*Gallup Engagement Index

** FAZ Artikel: "Viele Deutsche stellen ihre Arbeit infrage", erschienen am 05.04.2022

*** Der Hörbuch-Tipp ist eine Empfehlung von Herzen, unbezahlte Werbung.

Bild 1: wix.com

Bild 2: eigenes Bild






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